Portrait des StBV

Der Steuerberaterverband Westfalen-Lippe wurde als Berufsverband am 23. Mai 1947 gegründet und feiert in 2017 sein 70jähriges Bestehen. Zwischenzeitlich hat sich der Verband zu einem umfassenden Dienstleistungszentrum entwickelt und vertritt auf diese Weise die Interessen von derzeit ca. 2.800 mitgliedschaftlich verbundenen Steuerberatern; über Mandate stehen "dahinter" ca. 750.000 Steuerbürger.

Hierbei handelt es sich in erster Linie um klein- und mittelständisch ausgerichtete Unternehmen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Wesentlichen regional agieren und deren Inhaber bzw. Geschäftsführer traditionell ganz überwiegend zu konservativen Grundüberzeugungen neigen.
Der Steuerberaterverband Westfalen-Lippe unterhält zur Unterstützung und Optimierung seiner Arbeit Mitgliedschaften in folgenden berufsständischen bzw. berufsnahen Organisationen:

  • Deutscher Steuerberaterverband (DStV)
  • Deutsches Steuerberaterinstitut (DStI)
  • Westfälischer Steuerkreis
  • Bund der Steuerzahler (BdSt)


Zur Umsetzung seiner dienstleistungsorientierten Ziele ist der Steuerberaterverband Westfalen-Lippe darüber hinaus mit der ASW - Akademie für Steuerrecht und Wirtschaft des Steuerberaterverbandes Westfalen-Lippe e.V. als der berufsspezifischen Fortbildungseinrichtung verbunden. Das in diesen Organisationen vorhandene Wissen und Know-how steht dem Steuerberaterverband damit für seine Arbeit zur Verfügung.

Zur Unterstützung seiner Öffentlichkeitsarbeit publiziert der Steuerberaterverband Westfalen-Lippe u.a. aktuelle Verbraucherinformationen, die es den Steuerbürgern ermöglichen, sich über die für sie wichtigen Prozesse im formellen und materiellen Steuerrecht zu orientieren und die diesen zugrunde liegenden politischen Zielsetzungen einzuordnen. In dafür geeigneten Fällen werden Musterverfahren geführt, wie z.B. bei der Besteuerung des privaten Nutzungsanteils betrieblicher KFZ (BFH-Urteil vom 11. März 1999 - V R 78/98 -).

Gemeinsam mit dem DStV wurde über das INTERNET der Steuerberater-Suchservice entwickelt, der es den Steuerbürgern ermöglicht, Berufsangehörige mit speziellen Erfahrungen in bestimmten Branchen oder Beratungsfeldern aufzufinden.

Darüber hinaus unterhält und pflegt der Verband Kontakte zu Behörden, Einrichtungen und Organisationen mit unmittelbarem oder mittelbarem Einfluss auf das Umfeld des steuerberatenden Berufs. Dies sind insbesondere die Fachministerien auf Landesebene, die Mittelbehörden wie z.B. die OFD, die Berufskammern der Steuerberater, die Berufskammern verwandter Berufe, die örtliche Finanzverwaltung sowie die Finanzgerichtsbarkeit.

Die gegenwärtige steuergesetzliche Landschaft wird in unerträglicher Weise von hektisch produzierten und damit zwangsläufig unausgereiften Änderungsgesetzen beherrscht. Das Bemühen um perfektionistische Regelungen in einem Umfeld divergierender Zielvorgaben führt zu unausgewogenen und nahezu unverständlichen Steuerrechtsnormen (z.B. § 2 Abs. 3 EStG). Gesetzliche Regelungen, die von den Steuerbürgern nicht mehr verstanden werden, laufen Gefahr, im Umfeld einer bereits bedenklich reduzierten Steuermoral ohne Unrechtsbewusstsein boykottiert zu werden.

Die Steuerbürger fühlen sich dem Steuergesetzgeber hilflos ausgeliefert und suchen den engen Kontakt zu ihrem Steuerberater als Informator und Moderator. Sie erwarten von ihrem Steuerberater als steuerlichem Fachmann eine verständliche und nachvollziehbare Darstellung der Rechtslage und zugleich dessen Unterstützung im Hinblick auf die legale Vermeidung als unerträglich empfundener Belastungen in materieller Hinsicht und im Hinblick auf die ihm zunehmend aufgebürdeten (unentgeltlichen) Verwaltungsdienste.

Damit kommt den Steuerberatern nicht nur eine fachliche, sondern auch eine gesellschaftspolitische Schlüsselstellung zu, indem sie ihren Mandanten (den Steuerbürgern) das vermitteln, wozu Steuergesetzgeber und Finanzverwaltung kaum noch in der Lage sind.

In einem sachverständigen und praxisnahen Dialog zwischen Politik und Berufsstand liegt eine Chance, Konfliktpotential abzubauen und Wege zur einer besseren Akzeptanz politisch notwendiger Maßnahmen aufzuzeichnen. Der Verband ist bereit, interessierten politischen Entscheidungsträgern seinen Sachverstand und die Berufserfahrung zur Verfügung zu stellen.
Aktuellen Handlungsbedarf gibt es im Überfluss.


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